KITESURFEN IN tANZANIA - ZANZIBAR

Zwei Windsaisons pro Jahr: Kaskazi und Kusi sei Dank

Zanzibar liegt direkt vor der ostafrikanischen Küste im Indischen Ozean und ist ein Teilstaat Tansanias. Das Gebiet besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja und Pemba sowie der abgelegenen kleinen Latham Insel. Aufgrund der Nähe der Inseln zum Äquator ist das Klima auf Zanzibar entsprechend tropisch und bietet optimale Voraussetzungen zum Kitesurfen. Vorgelagerte Korallenriffe brechen über lange Strecken die eingehenden Wellen und sorgen für ein traumhaftes Flachwasserrevier, das Wassersportler jeder Könnensstufe zum Kitesurfen einlädt.

Zanzibar hat übers Jahr zwei Windsaisons: Von Juli bis September weht der Kusi, während der Kaskazi von Dezember bis Februar windhungrige Wintermüde beglückt. Während dieser windigen Monate erwarten Wassersportler auf Zanzibar beim Kiten im Tagesverlauf zunehmende Winde von bis zu 20 Knoten. Bei Ebbe ist der Wind in der Regel deutlich schwächer. Dem Kaskazi sagt man die Zuverlässigkeit eines Uhrwerkes nach, während der Kusi auch mal einen Tag auf sich warten lässt, aber dafür stärker als der Kaskazi werden kann.

Die langen, palmengesäumten Sandstrände und das türkisfarbene Meer begeistern aber nicht nur Wassersportfans, die zum Kiten nach Zanzibar kommen, sondern locken auch Erholungsurlauber aus aller Welt. Bei den gleichmäßig warmen Wassertemperaturen des Indischen Ozeans kann der Neoprenanzug getrost zuhause bleiben. Hier reichen Boardshorts vollkommen aus!

AUF ZANZIBAR IST KITEN FÜR ALLE KÖNNENSTUFEN MÖGLICH

Paje auf Zanzibar ist für Kitsurfer längst kein Fremdbegriff mehr. Während der Ebbe kann man ein riesiges Stehrevier mit kristallklarem Wasser befahren, was besonders für Anfänger und Aufsteiger prädestiniert ist. Freerider genießen beinahe uneingeschränkten Platz zum Kiten und Springen. Nur das 1,5 km entfernte Riff, an dem sich malerisch die Wellen brechen, grenzt das Revier ein. Hierher wagen sich nur die besten Kiter, um ihr Können mit den Kräften des Meeres zu messen.

SPOT-EMPFEHLUNG ZUM KITEN AUF ZANZIBAR

Der beste Spot zum Kitesurfen befindet sich an der Ostküste, ca. einen Kilometer vom Zentrum Paje entfernt. Über puderfeinen, weißen Sand trägt es einen bis ins kristallklare, türkisfarbene Wasser, dessen Temperatur durch den Einfluss des Indischen Ozeans an die heimische Badewanne erinnert. Ansonsten erinnert jedoch nichts an die Heimat: Schaut man zurück über die Schulter, fällt der Blick auf den von Palmen gesäumten Strand; blickt man nach vorne aufs offene Meer, hört man das Kiterherz danach rufen, aufs Board zu steigen und loszufahren.

Viele Einheimische auf Zanzibar leben von ihren Seegrasplantagen in den Lagunen. Dazu spießen sie spitze Holzstäbe in den Meeresboden, an denen sich das Seegras sammelt. Es wird dann geerntet und verkauft. Auch in Paje gibt es diese Seegrasplantagen, welche 150 – 250 Meter vom Strand entfernt angelegt sind und parallel zum Ufer verlaufen. Bei Flut sind sie bis zu fünf Meter unter Wasser und stören beim Kitesurfen eigentlich nicht. Bei Ebbe sollte man achtsam sein und die kleinen Lücken zwischen den einzelnen Plantagen nutzen, um dahinter zu fahren. Wer sich weiter heraustraut, sollte auf die Seeigel im Wasser achten.

ZANZIBAR: MODERNER WASSERSPORT TRIFFT AUF ALTBEWÄHRTE TRADITIONEN - DIE "WIEGE DER MENSCHHEIT"

Auf Zanzibar findet man noch keinen Massentourismus. Besonders im Süden von Paje sind keine großen Beach Resorts zu finden. Dementsprechend ruhig und entspannt geht es hier zu. Im Ort findet man einige Restaurants und Bars, aber nach Discos sucht man hier vergeblich.

Wenn der Wind nachlässt oder man Abwechslung sucht, kann man Zanzibar auch auf andere Art und Weise genießen: Zum Beispiel bei einem Trip auf dem SUP oder einem Schnorchelausflug, um die unglaubliche Unterwasserlandschaft zu erkunden. Bei einer ausladenden Radtour gibt es viele kleine, sehr ursprüngliche Dörfer aus Lehmhütten zu entdecken (Vorsicht: Linksverkehr). Einen Besuch im Jozani Forest, in dem die Columbus Affen zu Hause sind, sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Oder man unternimmt eine interessante Gewürzsafari, um die Kultur des Kontinents, der als die „Wiege der Menschheit“ bekannt ist, besser kennenzulernen. Noch nie von einer Gewürzsafari gehört? Dann wird’s Zeit, das zu ändern.

Fazit: ZANZIBAR ERMÖGLICHT KITESURFEN MIT BESONDEREM FLAIR

Auf Zanzibar versteckt sich eine Welt, die ideale Bedingungen zum Kiten aufweist und in die man sich sofort verlieben wird. Solch ein gigantisches Stehrevier gepaart mit einer Korallenbank, an der sich Wellen von bis zu drei Metern Höhe brechen, bietet ideale Fahrbedingungen für jeden Kiter – vom Einsteiger bis zum Profi.
 

 

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